Die Schwäche des positiven Denkens

Besonders Anfänger auf dem Weg zur Selbständigkeit werden häufig auf Aussagen treffen, wonach positives Denken erfolgreich macht. Vielleicht ist das ja auch einer der Gründe, warum über 70% scheitern.

Schauen wir uns in der realen Welt um. Nehmen wir erfolgreiche Menschen, egal ob nun den Bäckermeister mit 10 Angestellten, oder den Firmenchef eines mittelständischen Unternehmen mit ein paar tausend Mitarbeitern.
Wenn diese Menschen Ihre Entscheidungen auf der Grundlage positiven Denkens, oder anders ausgedrückt auf freudiger Erwartung bzw. Hoffnung aufbauen würden, glaubst Du wirklich diese Firmen würden weitere 5 Jahre überstehen?

Wie viele dieser Leute kennst Du, welche in neue Maschinen investieren in der Hoffnung es wird schon gut gehen?

Positives Denken ist der Turbo in den Ruin!

Vielleicht hast Du selber bereits die Erfahrung gemacht, dass die meisten Probleme vormals als gute Idee begannen. Denk darüber nach.

Jeder hat sicherlich schon Geld verloren, einen miesen Urlaub gebucht, eine Partnerschaft in den Sand gesetzt oder diverse andere Katastrophen erlebt.
Alles startete doch als gute Idee, richtig?
Sonst hätten wir es doch nicht getan. Was machen wir natürlicherweise, wenn wir eine der phantastischsten Ideen haben, die jemals in unseren Kopf gekommen ist. Wir sind euphorisch und denken positiv! Was kann jetzt schon noch schiefgehen?
Und rums, das Geld war weg, der Urlaub ne Katastrophe, die Beziehung hat sich erledigt …
Was war der Fehler?

Positives Denken – der Feind des erfolgreichen Lebens!

Seien wir ehrlich. Durch positives Denken werden wir mittel- und langfristig wenig positiven Einfluss auf unser Leben ausüben können. Unser Geschäft entwickelt sich dadurch nicht positiver und auch unser Partner wird  durch positives Denken auf Dauer nicht anziehender.

Die hilfreichsten Entscheidungen, egal ob geschäftlich oder privat treffen wir, wenn wir uns immer die Frage stellen:

Was sehe ich nicht?

Diese Frage führt uns zu den Problemen, welche auftreten können. Und erst jetzt können wir entscheiden, ob wir bereit sind uns diesen Problemen zu stellen und in der Lage und Willens sind den Preis dafür zu zahlen.

Ich höre jetzt an dieser Stelle schon förmlich die Positivdenker protestieren: „ja dann fängst Du ja nie etwas an“.

Vielleicht, richtig.

Aber ich habe auch nicht mein ganzes Geld in eine Schnapsidee gesteckt und bin dann pleite, im schlimmsten Fall privatinsolvent. Und was noch entscheidender ist: Ideen gibt es genug. Vielleicht hält ja die nächste der Prüfung stand.

Wer kennt nicht den Fall des Handwerkers, der in Erwartung eines großen Auftrages das Material und die Arbeitsleistung vorfinanziert hat und dann nie einen Cent gesehen hat.
„Es wird schon klappen“ war hier sicher oft mit im Spiel.

In einem Kurs zum Thema Aktien, welchen ich besucht habe, wurde dem Anfänger von vornherein Risikomamnagement ans Herz gelegt.

Riskiere immer nur so viel, dass es Dir nicht weh tut und Du jederzeit einen neuen Deal starten kannst.

Und zwar nachdem alle möglichen Auswirkungen durchdacht worden sind.
Diese goldene Regel wird leider von Positivdenkern oft vernachlässigt.

Positives Denken wird oft auch als Druckmittel missbraucht, um Menschen Dinge aufzuschwatzen, welche sie mit etwas Nachdenken niemals kaufen würden. Wer stellt sich schon in netter Gemeinschaft gern vor, dass diese tolle Sache nicht funktioniert, von der doch so viele begeistert sind. Oh ja, da kenne ich persönlich viele Beispiele, mich inbegriffen. Fällt Dir auch etwas ein?

Mit diesen etwas anderen Gedanken zum Thema, möchte ich Dir Deinen Weg zum Erfolg  erleichtern. Übe Dich in der Frage: Was sehe ich nicht?

Dies wird den Weg zu Deinem persönlichen Olymp eventuell etwas abflachen. Jedoch vermeidest Du viele Hügel und Täler und kommst dadurch vielleicht nicht schneller, aber deutlich sicherer und entspannter ans Ziel!

Es ist nicht schlimm der Querulant zu sein. Sei stark, lass Dich nicht verführen und sei Du selbst!

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